Ihr Einstieg als: Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in

Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen arbeiten mit Kindern allen Alters – vom frühgeborenen Säugling bis zum Jugendlichen.

Fragen zur Ausbildung beantwortet:
Fragen zu Bewerbungen beantwortet:

Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen wickeln Säuglinge, spielen mit kranken Kindern und bringen ihnen das Essen. Denken viele. Ist aber falsch.

Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen pflegen Kinder aller Alters- und Entwicklungsstufen – vom frühgeborenen Säugling bis zum Jugendlichen. Sie tun dies im Krankenhaus, bei Familien zuhause oder in Reha-Einrichtungen.

Ihre Aufgabe ist es, die richtigen Pflegemaßnahmen auszuwählen, um den Auswirkungen einer Erkrankung zu begegnen oder diese zu verhindern. Die Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen arbeiten mit den Eltern der betroffenen Kinder eng zusammen und geben ihnen auch professionelle Hilfestellung und Beratung für die Pflege ihres Kindes.

Durch Gespräche mit Eltern und den kleinen Patienten, eigene Beobachtungen und im Austausch mit Ärzten diagnostizieren die Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen, was das Beste für die Kinder ist – und sind dann verantwortlich dafür, die richtige Pflege zu planen, zu organisieren und in die Wege zu leiten.

In Absprache mit Ärzten führen Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen eigenständig medizinische Maßnahmen durch und diagnostizieren den Zustand ihrer Patienten. Beispielsweise geben sie Medikamente, nehmen Blutproben oder legen Infusionen. Auch bei Behandlungen und Operationen unterstützen sie die zuständigen Ärzte, bedienen beispielsweise Blutdruckmess- und Beatmungsgeräte oder bereiten operative Eingriffe vor.

Bei all ihren Tätigkeiten arbeiten die Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen mit vielen Menschen und Berufsgruppen zusammen. Sie bilden ein eingespieltes Team mit Ärzten, Therapeuten und Therapeutinnen, mit anderen Pflegekräften – und natürlich mit den kleinen Patienten selbst und ihren Eltern.

Wenn Sie möchten, beginnt Ihre Ausbildung als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in schon vier Wochen vor dem offiziellen Start.

Einen Monat vor Ausbildungsbeginn laden wir alle Auszubildenden zu einem Vortreffen ein – natürlich freiwillig. Sie lernen Ihre zukünftigen Mitschüler/innen kennen, können einen Blick ins Wohnheim werfen und erfahren noch ein paar wichtige organisatorische Dinge zur Ausbildung.

Wenn es dann richtig losgeht, verbringen Sie die ersten Wochen in der Schule. In einem einführenden Theorieblock lernen Sie das Basiswissen Ihres neuen Berufs erst einmal grundlegend kennen. Das Ende dieser ersten Einheit verbringen Sie in kleinen Gruppen am so genannten „Lernort Praxis“ – also auf den Stationen des Olgahospitals. Erfahrene Praxisanleiter/innen führen Sie hier in einem kontinuierlichen Prozess in die Abläufe einer Station ein.

Die Lernorte Schule und Praxis im Wechsel

Im Anschluss an Ihre „ersten Schritte“ wechseln sich die Phasen in der Schule und in der Praxis (und natürlich auch Urlaubsphasen) ab. In den drei Ausbildungsjahren verbringen Sie 2.500 Stunden in der Praxis, 2.100 Stunden sind für theoretischem und praktischem Unterricht vorgesehen.

Der Unterricht orientiert sich nicht an Fächern, sondern an so genannten Lernfeldern. Das heißt, im Unterricht werden exemplarisch typische Situationen aus der Pflege aufgegriffen, um daran übergreifend alles zu behandeln, was in diesen Beispielsituationen von Bedeutung ist – meist in Gruppenarbeit und Projektunterricht. Hier sind also vor allem Sie gefragt. Selbstorganisiertes Lernen spielt bei uns eine große Rolle. Die Lehrkräfte steuern ihr umfangreiches Fachwissen bei und unterstützen Sie als Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter. Die behandelten Themen begegnen Ihnen auch in den Praxisphasen wieder. Hier können Sie Ihr erworbenes Wissen in den verschiedensten Bereichen erproben.

Während der Ausbildung gibt es immer wieder so genannte Leistungsüberprüfungen, so dass jeder und jede Auszubildende das persönliche Leistungslevel zu jeder Zeit einschätzen kann. Am Ende der dreijährigen Ausbildung steht dann eine staatliche Prüfung – mit einem mündlichen, einem schriftlichen und einem praktischen Prüfungsteil.

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Seit 2010 ermöglicht eine Kooperation von Klinikum Stuttgart und Dualer Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) erstmals in der Region ein ausbildungsintegriertes Studium der Angewandten Gesundheitswissenschaften für Pflege.

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Die Auszubildenden im Klinikum Stuttgart bekommen natürlich auch eine so genannte „Ausbildungsvergütung“. Und die kann sich sehen lassen. Im 1. Ausbildungsjahr bekommen Sie jeden Monat 955,69 €, im 2. Ausbildungsjahr sind es 1.017,07 € und im 3. Jahr verdienen die Auszubildenden schon 1.118,38 €.

Die preisgünstigen Zimmer in einem unserer Wohnheime, der Fahrtkostenzuschuss, das Mittagessen im Casino und so fort sind da noch gar nicht mitgerechnet.

Damit hat die Pflege, was die Ausbildungsvergütung anbelangt, klar die Nase vorn. Bänker, Versicherungskaufleute und die Metaller bei Daimler, Porsche und Bosch können da nur beeindruckt auf die Azubis in den Pflegeberufen blicken.

Wer sich als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in bewerben will, braucht…

  • Abitur

oder

  • einen Mittleren Bildungsabschluss (bzw. einen gleichwertigen  Schulabschluss)

oder 

  • einen Hauptschulabschluss (bzw. einen gleichwertigen Schulabschluss) und zudem eine abgeschlossene Berufsausbildung, die mindestens zwei Jahre gedauert hat.

Außerdem sollten Sie... 

  • über kommunikative und Soziale Kompetenzen verfügen
  • gesundheitlich für den Beruf geeignet sein.

Eine Ausbildung als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange – ganz im Gegenteil.

Eine abgeschlossene Ausbildung als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in eröffnet viele Optionen. Mit einem ausgeklügelten Fort- und Weiterbildungssystem können Sie am Klinikum Stuttgart eine Expertenlaufbahn einschlagen.

Zudem stehen Ihnen vielfältige Karrierewege offen: Stationsleitung, Pflegedienstleitung, Case-Manager/in, Pflegefachberater/in, IT-Koordinator/in in der Pflege, und, und, und… Auch einer akademischen Karriere steht nichts im Weg: Die Ausbildung ermöglicht den Zugang zu Studiengängen wie Pflegepädagogik, Pflegewissenschaften oder Pflegemanagement.

Weitere Informationen:

» Weiterbildung
» Personalentwicklung

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