Ihr Einstieg als: Gesundheits- und Krankenpfleger/in

Im Mittelpunkt der Gesundheits- und Krankenpflege steht die individuelle Betreuung und Förderung der Selbständigkeit der Patienten.

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Lucio Cecconi
Schulleitung

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Gesundheits- und Krankenpfleger/innen waschen die Patienten und bringen ihnen das Essen? Denken viele. Ist aber falsch!

Gesundheits- und Krankenpfleger/innen betreuen Menschen in verschiedenen Pflege- und Lebenssituationen. Sie stellen individuell fest, welche Pflege ein Patient braucht. Dafür ist die Kommunikation mit den Patienten sehr wichtig – Gesundheits- und Krankenpfleger/innen erheben den Pflegebedarf und tauschen sich mit Ärzten aus. Ist dann klar, was das Beste für den Patienten ist, sind die Gesundheits- und Krankenpfleger/innen dafür verantwortlich, die richtige Pflege zu planen, zu organisieren und durchzuführen. Außerdem beraten sie die Patienten und fördern so die nötige Eigeninitiative zum Gesundwerden.

In Absprache mit Ärzten führen die Gesundheits- und Krankenpfleger/innen eigenständig medizinische Maßnahmen durch und dokumentieren den Verlauf der Pflege. Sie verabreichen Medikamente, nehmen Blutproben oder überwachen die Infusionstherapie. Auch bei Behandlungen und Operationen unterstützen sie die zuständigen Ärzte, bedienen beispielsweise Blutdruckmess- und Beatmungsgeräte oder bereiten Patienten für operative Eingriffe vor.

Bei all ihren Tätigkeiten arbeiten die Gesundheits- und Krankenpfleger/innen mit vielen Menschen und Berufsgruppen zusammen. Sie bilden ein eingespieltes Team mit Ärzten, Therapeuten, anderen Pflegekräften – und mit Patienten und deren Angehörigen.

Am Anfang der Ausbildung gibt es erst einmal eine dreitägige Einführungsveranstaltung in Seminarform. Das heißt, die Unterrichtsthemen werden in kleinen Gruppen bearbeitet – damit sich unsere „Neulinge“ erst einmal kennen lernen können.

Danach beginnt der erste Theorieblock mit Unterricht, der sich an so genannten Lernfeldern orientiert. Das bedeutet, dass nicht mehr nach Fächer getrennt unterrichtet wird. Stattdessen greift der Unterricht exemplarisch typische Situationen aus der Pflege auf und behandelt übergreifend alles, was in dieser Situation von Bedeutung ist. Die Inhalte der relevanten Fächer (wie beispielsweise Anatomie) werden in die Lernsituationen integriert und somit an konkreten Praxisbeispielen erlernt. Der erste Theorieblock endet mit einem zweiwöchigen Anleitepraktikum: Die neuen Auszubildenden machen ihre ersten Schritte im Krankenhaus – und werden dabei von erfahrenen Auszubildenden des fünften Semesters begleitet.

Auf ins Krankenhaus!

In der Folge wechseln sich praktische Einsätze und Theorieblöcke ab. Jährlich haben die Auszubildenden 29-30 Urlaubstage zur Erholung. Die Praxiseinsätze absolvieren unsere Auszubildenden auf den Stationen des Klinikums Stuttgart. Hier haben sie die Chance, die große Vielfalt der über 50 Fachabteilungen und Institute hautnah zu erleben – dieses große Spektrum ist einmalig in der gesamten Region. Die Auszubildenden absolvieren darüber hinaus Praktika in Sozialstationen und Ambulanzen, um auch den ambulanten Sektor kennen zu lernen. Dabei steht ihnen immer ein erfahrener Praxisanleiter zur Seite. Außerdem hat jeder Auszubildende einen Pflegepädagogen als Tutor, an den er sich zu jeder Zeit mit Problemen und Fragen wenden kann.

Am Ende der dreijährigen Ausbildung steht schließlich eine staatliche Prüfung mit einem mündlichen, einem schriftlichen und einem praktischen Prüfungsteil.

Unsere Teilzeitausbildung richtet sich in erster Linie an alle, für die eine reguläre Ausbildung nicht in Frage kommt– beispielsweise aus familiären Gründen. Das können Eltern sein mit betreuungspflichtigen Kindern oder Menschen mit pflegebedürftigen Angehörigen. Oder Wiedereinsteiger/innen, die nach einer längeren Auszeit eine zweite Karriere in einer Branche starten wollen, in der Teilzeitarbeit ganz selbstverständlich ist.

Am Anfang der Ausbildung, die 4 Jahre (bei 75% Umfang) dauert, gibt es erst einmal eine Einführungsveranstaltung in Seminarform. Die Unterrichtsthemen werden in kleinen Gruppen bearbeitet – damit sich unsere „Neulinge“ erst einmal kennen lernen können.

Danach beginnt der erste Theorieblock, der 11 Wochen dauert. Die Unterrichtseinheiten finden in der Regel von Montag bis Freitag (08:00 bis 13:00 Uhr) statt – mit Unterricht, der sich an so genannten Lernfeldern orientiert. Dabei werden exemplarisch typische Situationen aus der Pflege aufgegriffen. Fächerübergreifend wird alles behandelt, was in dieser Situation von Bedeutung ist. Die Inhalte der relevanten Fächer (wie beispielsweise Anatomie) werden in die Lernsituationen integriert und somit an konkreten Praxisbeispielen erlernt.

Auf ins Krankenhaus!

Nach den 11 Einführungswochen geht es gut gerüstet in die Praxis. Die Einsätze auf den Stationen und Funktionsbereichen (z.B. im OP) dauern zwischen zwei und neun Wochen – und beinhalten auch Schichtdienste und Dienste an Wochenenden oder Feiertagen, da diese ein wichtiger Bestandteil der Pflegeausbildung und des Pflegeberufs ist.

In den Praxisphasen haben Sie die Chance, die große Vielfalt der 50 Fachabteilungen und Institute hautnah zu erleben – dieses große Spektrum ist einmalig in der gesamten Region. Die Auszubildenden absolvieren darüber hinaus Praktika in Sozialstationen und Ambulanzen, um auch den ambulanten Sektor kennen zu lernen. Dabei steht ihnen immer ein erfahrener Praxisanleiter zur Seite. Außerdem hat jeder Auszubildende einen Tutor, an den er sich zu jeder Zeit mit Problemen und Fragen wenden kann.

Die weiteren Theorieblöcke dauern dann zwischen 2 und 7 Wochen, Praxis und Theorie wechseln sich dabei immer ab. Der Urlaub (je nach Alter 27 oder 28 Tage) wird in der Regel zu den üblichen Schulferienzeiten geplant.

Am Ende der vierjährigen Ausbildung steht schließlich eine staatliche Prüfung mit einem mündlichen, einem schriftlichen und einem praktischen Prüfungsteil.

Weitere Informationen

Mehr zum Thema und Unterstützungsangebote bietet auch das Netzwerk Qualifizierung und Ausbildung für Frauen unter www.stuttgart.de/netzwerk-quaf

Seit 2010 ermöglicht eine Kooperation von Klinikum Stuttgart und Dualer Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) erstmals in der Region ein ausbildungsintegriertes Studium der Angewandten Gesundheitswissenschaften für Pflege.

» weitere Informationen

Wie läuft Pflege in Frankreich? Was machen die schottischen Pflegekräfte anders bei der Hygiene? Finden Sie es raus – mit unserem internationalen Ausbildungsprogramm Erasmus+!

Internationale Erfahrungen sind heute von unschätzbarem Wert und machen sich immer gut im Lebenslauf. Unsere Azubis sollen nicht nur über ihren Tellerrand schauen – sondern gerne auch über die Grenzen Deutschlands hinaus. Das EU-Projekt Erasmus+ macht’s möglich: Mit vierwöchigen Auslandspraktika in Schottland, Frankreich, Belgien, Österreich oder Tschechien.

Die Plätze im Austauschprogramm werden nach festgelegten Kriterien vergeben – die übrigens gemeinsam mit Auszubildenden entwickelt wurden. Also: Nutzen Sie die Chance als Azubi im Klinikum Stuttgart und lernen Sie auch die Pflege in unseren Partnerländern kennen!

Die Auszubildenden im Klinikum Stuttgart bekommen natürlich auch eine so genannte „Ausbildungsvergütung“. Und die kann sich sehen lassen! Im 1. Ausbildungsjahr verdeinen Sie jeden Monat 955,69 € im 2. Ausbildungsjahr sind es 1.017,07 € und im 3. Jahr verdienen die Auszubildenden schon 1.118,38 €.

In der Teilzeitausbildung gibt's im 1. Ausbildungsjahr jeden Monat 716,77 €, im 2. Ausbildungsjahr sind es 762,80 € und im 3. Jahr verdienen die Auszubildenden 838,79 €.

Dazu bieten wir Zusatzleistungen wie preisgünstige Zimmer in einem unserer Wohnheime, einen Fahrtkostenzuschuss oder das günstige Mittagessen im Casino. Und nach erfolgreichem Examen erhalten Sie noch eine Prämie von 400 €.

Was die Ausbildungsvergütung anbelangt hat die Pflege damit klar die Nase vorn – Banker, Versicherungskaufleute oder die Metaller bei Daimler, Porsche und Bosch können da nur beeindruckt auf die Auszubildende in den Pflegeberufen blicken.

Wer sich als Gesundheits- und Krankenpfleger/in bewerben will, braucht

  • Abitur

oder

  • einen Mittleren Bildungsabschluss (bzw. einen gleichwertigen Schulabschluss)

oder

  • einen Hauptschulabschluss (bzw. einen gleichwertigen Schulabschluss) und zudem eine abgeschlossene Berufsausbildung, die mindestens zwei Jahre gedauert hat.

Außerdem sollten Sie

  • über kommunikative und soziale Kompetenzen verfügen
  • gesundheitlich für den Beruf geeignet sein
  • und am Besten ein 4-wöchiges Praktikum in der Pflege absolviert haben.

Eine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger/in ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange – ganz im Gegenteil.

Eine abgeschlossene Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger/in eröffnet viele Optionen. Mit einem ausgeklügelten Fort- und Weiterbildungssystem können Sie am Klinikum Stuttgart eine Expertenlaufbahn einschlagen.

Zudem stehen Ihnen vielfältige Karrierewege offen: Stationsleitung, Pflegedienstleitung, Case-Manager/in, Pflegefachberater/in, IT-Koordinator/in in der Pflege und, und, und… Auch einer akademischen Karriere steht nichts im Weg: Die Ausbildung ermöglicht den Zugang zu Studiengängen wie Pflegepädagogik, Pflegewissenschaften oder Pflegemanagement.

Weitere Informationen:

» Weiterbildung
» Personalentwicklung

Azubis besuchen Landtag

Zu professioneller Pflege gehört auch politisches Interesse.

Erste Schülerstation

Schüler leiten die Station B5 im KH für zwei Wochen.

Examen Herbst 2016

Herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Examen!

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