Ihr Einstieg als: Medizinisch-technische/r Assistent/in

Medizinisch-technische Assistentinnen und Assistenten (MTA) arbeiten – je nach Fachrichtung ihrer Ausbildung – in der Radiologie oder im Labor.

Fragen zur Bewerbung:
Ausbildung Labor:
Ausbildung Radiologie:

Medizinisch-technische Laborassistentinnen und -assistenten (MTLA) analysieren im Labor Blut- oder Gewebeproben, suchen nach Krankheitserregern, erstellen Blutbilder oder untersuchen Bakterien, Viren und Körperzellen. Dafür arbeiten sie beispielweise mit technischen Hilfsmitteln wie Mikroskopen und Zentrifugen. Die Ergebnisse der Untersuchungen sind häufig Grundlage für ärztliche Diagnosen.

Medizinisch-technische Radiologieassistentinnen und -assistenten (MTRA) arbeiten mit Untersuchungs- und Behandlungsverfahren, die Strahlung einsetzen. Sie machen beispielsweise Röntgenaufnahmen des menschlichen Körpers, um innere Erkrankungen oder Verletzungen sichtbar zu machen. In der Strahlentherapie sind MTRA zuständig für die Bestrahlungsbehandlung von Tumorpatienten. In der Nuklearmedizin nutzen sie Computer- unterstützende Kameras, Messgeräte und radioaktive Substanzen, um Informationen über Form, Lage und Funktion von Organen zu gewinnen.

Vorneweg: Die Ausbildung zur Medizinisch-technischen Assistentin bzw. zum Medizinisch-technischen Assistenten dauert 3 Jahre und verknüpft Theorie und Praxis. So lernen Sie ganz genau, was ein/e MTA tut – und warum.

Die MTA-Ausbildung kombiniert geschickt theoretischen und praktischen Unterricht: Zum einen gibt es klassischen Unterricht mit einem differenzierten Fächerkanon, zum anderen können Sie Ihre Fähigkeiten in unseren eigenen Übungsräumen trainieren. Am Ende des ersten Ausbildungsjahres machen Sie ein sechswöchiges Praktikum im Krankenhaus. Ab dem vierten Semester gibt es halbjährlich einen Praxiseinsatz – im Klinikum Stuttgart, aber auch in anderen Krankenhäusern und Laboratorien.  Für erste praktische Übungseinheiten / Erfahrungen stehen in der MTA-Schule eine kleine digitale Röntgeneinrichtung sowie eine nuklear-medizinische Laboreinheit zur Verfügung. Ende des ersten Ausbildungsjahres beginnen die Praxiseinsätze in der Alltagsroutine in den verschiedenen radiologischen Abteilungen. Diese Einsätze sind blockweise.

Die Schwerpunkte der Ausbildung hängen davon ab, ob Sie sich für den Bereich Labor oder die Radiologie entschieden haben.

Als Laborassistent/in beschäftigen Sie sich hauptsächlich mit den Fächern

  • Klinische Chemie: Nachweis bestimmter Stoffe in Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen
  • Hämatologie: Themengebiet Blut und Blutkrankheiten
  • Mikrobiologie: Erforschung von Kleinstlebewesen wie Bakterien, Pilzen und Viren
  • Histologie: Wissenschaft von der Gewebestruktur des Körpers

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Radiologieassistentinnen/-assistenten haben die Hauptfächer

  • Röntgendiagnostik: Durchleuchten des Körpers, um innere Erkrankungen und Verletzungen zu untersuchen
  • Strahlentherapie: Anwendung von Strahlung, um Krankheiten zu heilen
  • Nuklearmedizin: Erkennung und Behandlung von Krankheiten mittels radioaktiver Substanzen

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Urlaub
Urlaub gibt es natürlich auch – und zwar übers Jahr verteilt ganze 11 Wochen.

Abschluss
Den Abschluss der Ausbildung bildet eine staatliche Prüfung mit einem mündlichen und praktischen Teil für die Schwerpunktfächer und einem schriftlichen Teil.

Für die MTA-Ausbildung zahlen Sie Schulgeld – aber nur für die ersten beiden Jahre.

In den ersten beiden Lehrjahren beträgt das Schulgeld monatlich 80 €. Dieses ist quartalsweise zu entrichten – also vier Mal im Jahr je 240 €.

Das dritte Jahr der Ausbildung ist schulgeldfrei. Allerdings sind Sie – wie in den ersten beiden Schuljahren auch – für die Anschaffung von Labormänteln, Unterlagen und Fachbüchern selbst verantwortlich.

Dafür gibt es einige Vergünstigungen:
Beispielsweise können unsere Auszubildenden preiswert im Casino essen. Und bei freien Kapazitäten gibt es die Möglichkeit, ein günstiges Zimmer im Personalwohnheim zu mieten.

Wer sich als Medizinisch-technische Assistentin / Medizinisch-technischer Assistent bewerben will, braucht

  • Abitur

oder

  • einen Mittleren Bildungsabschluss (bzw. einen gleichwertigen Schulabschluss)

oder

  • einen Hauptschulabschluss (bzw. einen gleichwertigen Schulabschluss) und zudem eine abgeschlossene Berufsausbildung, die mindestens zwei Jahre gedauert hat.

Außerdem sollten Sie...

  • über kommunikative und soziale Kompetenzen verfügen
  • gesundheitlich für den Beruf geeignet sein
  • gute Kenntnisse in den naturwissenschaftlichen Fächern Chemie, Physik, Mathematik, Biologie haben.

Eine abgeschlossene Ausbildung zur Medizinisch-technischen Assistentin / zum Medizinisch-technischen Assistenten ist noch lange nicht das Ende der (Karriere-)Fahnenstange.

Eine MTA-Ausbildung eröffnet Ihnen viele weiterführende Wege – beispielsweise durch das große Angebot an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Einen Überblick gibt Ihnen der Internetauftritt des MTA-Berufsverbands Deutscher Verband Technischer Assistentinnen und Assistenten in der Medizin e.V. (dvta) im Internet unter www.dvta.de.

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